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6.9.2010 : 17:40

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Die Gründer
Dog Brothers

Es handelt sich nicht um einen Hundeverein, sondern um Freunde des Stockskampfes die gewillt sind Ihr Können unter möglichst realitätsnahen Bedingungen zu testen. Einige unter euch kennen sie dank einer Videoserie, die 1994 unter dem Namen "Real Contact Stick Fighting" erschienen ist.

Sehr schnell wurden sie unter dem Pseudonym „sweaty, smelly, psychopaths with sticks“ bekannt. Diese ironische Definition wird aber bei weitem den Dog Brothers nicht gerecht. Hinter diesem auf den ersten Blick wilden Haufen Männer die bloss versuchen sich möglichst hart zu schlagen verbirgt sich durchaus mehr. Nämlich der Wunsch und die Suche nach einer besseren Kenntnis über sich selbst. Es gibt zahlreiche Gründe warum die einzelnen Mitglieder „RCSF“ betreiben. Bei den meisten wird man überrascht sein, dass durchaus tiefgründige und philosophische Ansichten mitspielen.

Um euch diese faszinierende Gruppe von Kampfkünstlern näher zu bringen, beginne ich mit dem Werdegang von Marc "Crafty Dog" Denny, Mitbegründer und einem der lenkenden Köpfe des “Tribes“. Seine Geschichte wird uns die Hintergründe und die Motivation für die Entstehung dieser Gruppe verständlich machen.

"Crafty Dog"

(gerissener, schlauer Hund)

Während seines Jurastudiums an der Universität von New York, hat Marc einige Zeit Kung Fu praktiziert.

Aus beruflichen Gründen verlagerte sich Marc nach Long Beach in Kalifornien, wo er bei seinem jüngsten Bruder ins Geschäft einstieg. Kurze Zeit später schrieb er sich in die Akademie von Dan Inosanto ein, um Kali zu erlernen. Diese Kampfkunst hat er nie mehr aufgehört zu praktizieren.

Eines Tages bemerkte er in der Akademie an einigen seiner Trainingskollegen grössere Hämatome, die sie offenbar von Stockkämpfen davongetragen hatten. Neugierig durch die Erzählungen und Erfahrungen dieser Trainingskollegen wollte er seine Kollegen das nächste Mal zu einem solchen Treffen begleiten. Dort lernte er Eric "Top Dog" Knaus kennen, der ihn einlud den Kampf mit dem Stock zu versuchen. Von Anfang an begriff Marc, dass ihn diese Art des Kampfes fortan beschäftigen würde.

Im Laufe der Trainings wuchs deren Freundschaft, wie auch der Wunsch mehr gleichgesinnte zu finden um diese Art des Stockkampfes auszuüben. Durchaus kein einfaches Unterfangen.....

Schliesslich schaffte es Marc, Eric zu überzeugen, dass er ihn in die Akademie von Dan Inosanto begleiten sollte, wo es einfacher sein würde, relativ offene Leute zu treffen, die man für ihr Projekt begeistern könnte. Kurze Zeit später hatten sie eine gute Gruppe zusammen, die dank deren grosser Disziplin und Engagement in der Akademie bleiben konnte, um nach den regulären Trainingsstunden dem Stockkampf zu frönen. Man nannte sie die "Nachmitternachtsgruppe".

Die Nachmitternachtsgruppe....

Um den Kopf vor gefährlichen Schlägen zu schützen benutzten sie sehr stabile Metallhelme. Gemäss der Meinung einiger erzeugte dieser starke Schutz ein falsches Sicherheitsgefühl und eine Nachlässigkeit, wenn es darum ging, Schläge gegen den Kopf zu vermeiden. Eric, der immer grosse Realitätsnähe zum Ziel hatte, zeigte sich besorgt über solch eine verminderte Aufmerksamkeit gegenüber der eigenen Kopfdeckung. Marc löste das Problem durch alte Fechtmasken welche auf einem Regal der Schule langsam unter dem vielem Staub vergammelten. Die Masken funktionierten perfekt. Sie schützten den Kopf, aber eben nicht 100%, so das man sich keine Unaufmerksamkeiten leisten konnte.

Genau in dieser Zeit wurde auch entschieden, den Kampf nicht zu unterbrechen, wenn man in den Clinch gelangte. Da auch ein realer Kampf weitergeht wenn gerungen oder gar zu Boden gegangen wird. Brazilian Jiu Jitsu (BJJ) war damals noch nicht bekannt und niemand hatte eine grosse Ahnung über Bodentechniken. Dies hinderte jedoch nicht, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Der erste Kontakt mit BJJ fand 1987 statt, als Carl Franks, Schüler von Carlson Gracie auf Hawaii die Akademie besuchte und mit ihnen "spielte". Sie waren sogleich begeistert.

Die Geburt der Dog Brothers

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